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Am 19. August 2013 startete ES WIRD BESSER ÖSTERREICH um LGBTIQ-Jugendliche, die unter Mobbing und Bullying leiden, zu unterstützen. Der Bedarf ist leider auch hierzulande noch immer gegeben: Lesbische, schwule, bisexuelle, transidente und intersexuelle Jugendliche sind heute noch mit vielen Problemen konfrontiert: Hänseln in der Schule, Ausgrenzung, Gewalt und Suizidversuche sind leider keine Seltenheit – auch in Österreich nicht.

Jetzt, 4 Jahre später, sind 149 ES WIRD BESSER-Videos online, die auf facebook und youtube insgesamt über 356.000 mal angesehen wurden! Vielleicht keine Revolution, aber ein schöner Erfolg, denn viele erzählte Geschichten, viele positive Botschaften machen Mut und geben Hoffnung, dass es noch besser wird.

Und warum das Ganze?

Zahlreiche internationale Studien weisen darauf hin, dass homo-, bi-, intersexuelle und transidente Menschen deutlich höhere Raten an Suizidgedanken, Suizidversuchen und Suiziden aufweisen als heterosexuelle. Die wenigen österreichischen Studien zeigen, dass auch österreichische homo- und bisexuelle Menschen deutlich höhere Suizidversuchsraten haben. In einer österreichischen Untersuchung hatten zum Beispiel 14 % der homo- und bisexuellen Teilnehmer*innen einen Suizidversuch hinter sich, verglichen mit 1 % der heterosexuellen Teilnehmer*innen. Am höchsten ist das Suizidrisiko während des Coming-outs, also meist im Jugendalter.

Das erhöhte Suizidrisiko kann durch „Minoritätenstress“ – Stress aufgrund von Homophobie – erklärt werden. Dazu zählen u. a. Gewalt- und Diskriminierungserfahrungen, Angst vor Ablehnung, Stress, der mit der Geheimhaltung der Homosexualität verbunden ist, Selbstabwertungen (so genannte „internalisierte Homophobie“), das Erleben von Isolation und fehlende familiäre soziale Unterstützung. Auch heterosexuelle Personen können Opfer von Homophobie werden, z. B. wenn sie durch ein Abweichen von stereotypen Geschlechtsrollen für schwul oder lesbisch gehalten werden.

ES WIRD BESSER - Suizidprävention durch Abbau von Homophobie und „Role Models“

Eine Möglichkeit der Suizidprävention ist der Abbau von Homophobie in der Gesellschaft. Dazu gehören nicht nur gesetzliche Gleichstellungsmaßnahmen, sondern auch Aktivitäten in der Schule und Bewusstseinskampagnen. Von primärer Bedeutung sind aber zweifellos die Unterstützung der Jugendlichen im Familienverband sowie die Möglichkeit der Identifikation mit „Role Models“ (Rollenvorbilder). Diese können überall zu finden sein: in der engeren sozialem Umgebung (z. B. Mitglieder oder Bekannte der Familie) oder in der allgemeinen Öffentlichkeit, also Personen des öffentlichen Lebens.

4 Jahre im Einsatz für die LGBTIQ-Jugend – wir freuen uns auf die nächsten 4 Jahre mit und für euch, denn #eswirdbesser!

Und wenn du uns was zum Geburtstag schenken möchtest: Jede und jeder kann selbst ein Video erstellen und zum Projekt beitragen: Du kannst dein Video an info@eswirdbesser.at (maximale Speichergröße 25 MB) schicken. Denn gemeinsam sind wir mehr und bewegen vielleicht keine Berge, aber viele kleine Hügel!

Du kannst uns übrigens auch mit einer Spende unterstützen, denn natürlich brauchen wir für die Arbeit auch Geld. Alle Infos dazu findest du unter hier.